Donnerstag, 31. Januar 2008

Wissenschaft im Dialog

1999 startete „PUSH“ (public understanding of science and humanities) als Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Ziel war es die wissenschaftlichen Erkenntnisse einer breiteren Masse zugänglich zu machen, sie also so zu verpacken, dass sie auch für Laien verständlich sind.

Dieser Vereinbarung zu mehr Öffentlichkeitsarbeit ist es zu verdanken, dass viele Forschungseinrichtungen und -institute an den Hochschulen und den deutschen Wissenschaftsgesellschaften (z. B. Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz, Max-Planck- oder Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholz-Gemeinschaft) breitenwirksame Vorträge zu Themen des allgemeinen Interesses anbieten. Diese unterhaltsame Wissenschaft, wurde später in ähnlicher Form auch für einige Fernsehformate bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten adaptiert (Knoff-Hoff-Show, nano, Quarks & Co, u. a.), später dann in abgeschwächterer Form bei den Privaten (Galileo, Welt der Wunder) und inzwischen auch wieder bei den Öffentlich-rechtlichen (W wie Wissen, Die große Show der Naturwunder, u. a.).

Die von den Instituten angebotenen Themen erstrecken sich von allgemein verständlichen Vorträgen zu ihren eigenen Forschungsergebnissen bis hin zu fächerübergreifenden Projekten von regionaler bis internationaler Bedeutung. Diese öffentlichen Veranstaltungen finden mehr oder minder regelmäßig statt und ermöglichen es sowohl den Wissenschaftlern als auch den interessierten Laien, sich weiterzubilden und über den eigenen Tellerrand hinauszublicken.

Als Beispiele für Rostock seien an dieser Stelle nur die Ostseesplitter bzw. Warnemünder Abende vom Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW), die Vorweisungen aus der Zoologischen Sammlung oder „Kultur im Kloster“, eine Gemeinschaftsproduktion des Historischen Instituts der Universität Rostock und des Kulturhistorischen Museums genannt.

Eine leider nicht immer ganz aktuelle Übersicht derartiger Veranstaltungen findet man auch unter http://www.wissenschaft-im-dialog.de/.

Sonntag, 27. Januar 2008

Webcams in Neumünster

Als gebürtigen Neumünsteraner interessiert es mich natürlich, wie es in der Stadt in der Mitte Schleswig-Holsteins aussieht und was gerade dort los ist. Da sind Webcams eine schöne Sache um sich einmal kurz einen Blick in die Stadt zu werfen. Leider musste ich bei der Suche nach einer Seite, auf der wirklich alle Webcams in Neumünster verlinkt sind, feststellen, dass es bisher scheinbar keine solche Seite bei den bekannten Portalen gibt. Also habe ich alle mit bekannten Übersichtsseiten besucht und die Internetsuchmaschinen gequält und selbst eine solche Seite erstellt. Nun gibt es eine solche Seite und man kann bequem einen Blick auf den Großflecken, ins Industrigebiet Süd, die Gartenstadt oder die Lütjenstraße werfen.

Samstag, 26. Januar 2008

(Kölner) Robben in Warnemünde

(Kölner) Robben in Warnemünde

Es ist soweit, in wenigen Wochen hat Rostock eine sowohl touristische als auch wissenschaftliche Attraktion mehr. Prof. Guido Dehnhardt wechselt mit seiner Bochumer Arbeitsgruppe „Sensorische und kognitive Ökologie mariner Säuger“ und seinen Robben vom Kölner Zoo an die Ostsee. Der Kölner Zoo stellt seit 1999 eine großzügige Anlage für die Biologen zur Verfügung.

Das Forschungsinstitut wird in diesem Frühjahr nach Rostock umziehen und bereits im März soll das „Meeressäuger-Forschungs- und Informationszentrum“ am Yachthafen Hohe Düne eröffnen. Es wird die wohl größte europäische Robbenforschungsstation werden und bietet den anfangs acht Robben mit dem 40x60 Meter großen Becken ein neues zu Hause. Man darf gespannt sein, wie die ersten Acht Robben auf die Umstellung vom Kölner Süßwasser auf die salzige Ostsee reagieren.

Als Laborgebäude wird ein ausgedientes und entsprechend umgebautes Fahrgastschiff dienen, das nicht nur den Wissenschaftlern ausreichend Platz bieten soll, sondern es auch Besuchern ermöglicht, die Tiere vom ehemaligen Sonnendeck aus zu beobachten. Und so vereint die schwimmende Forschungsanlage nicht nur wissenschaftliche sondern auch touristische belange in bisher wohl einzigartiger Weise.

„Für Rostock und Mecklenburg-Vorpommern ist dies aus wissenschaftlicher und touristischer Perspektive ein ungeheuer interessantes Projekt.“
(Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes)

In Rostock erhielt Prof. Dehnhardt, der bisher als Privatdozent an der Ruhr-Universität Bochum angestellt war, einen Lehrstuhl am Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock. Finanziert wird sein Forschungsprojekt über seine Lichtenberg-Professur der Volkswagenstiftung (Pressemitteilung). Die Universität Rostock erhält damit eine von neun Stiftungsprofessuren.

Die Forschungsarbeit des Biologen beschäftigt sich seit mehr als 10 Jahren mit den bislang nur ansatzweise erforschten Mechanismen der Orientierung von Robben und Seelöwen in ihrem natürlichen Element. Hierbei konzentriert sich die Arbeitsgruppe auf die Barthaare (Vibrissen), die als Sinnesorgan eine wichtige Rolle bei der Navigation und der Jagd spielen. Die bisher an der Bochumer Universität gewonnen Erkenntnisse sollen in Rostock unter anderem mit Freiwasser-Versuchen im natürlichen Lebensraum vertieft werden.

Die Fachschaft Biologie der Uni Rostock hat dem neuen Professor schon vorab "etwas auf den Zahn gefühlt" und ihr Interview zu seinem Werdegang und Plänen im "Sprössling Nr. 9" veröffentlicht.

Mittwoch, 23. Januar 2008

Kegelrobben schlafen unter Wasser

Habe eben eine interessante Reportage aus der Reihe „Expeditionen ins Tierreich“ über die nördliche und westliche Nordsee im NDR-Fernsehen gesehen. Das interessanteste war jedoch eine kurze Randbemerkung, die mit Videoaufnahmen belegt wurde. Es wurden unter Wasser schlafende Kegelrobben (Halichoerus grypus) gezeigt.

Die Reportage zeigte schlafende Kegelrobben und diese Tiere schliefen unter Wasser, auf dem Grund, geschützt/versteckt zwischen großen Steinen und Tang. Ich hatte mir noch nie Gedanken darüber gemacht, wie diese Meeressäuger schlafen. Das sie schlafen ist klar, aber wie oder besser wo? An Land, im Wasser? Das sie auf dem Grund schlafen hat mich doch überrascht, denn die können ja nicht ewig da unten bleiben, irgendwann muss ihnen doch die Luft ausgehen.

Leider gab die Reportage keine weiteren Informationen zu diesem Phänomen, also Computer an und selbst recherchiert.

Seehunde und Robben schlafen tatsächlich sowohl an Land als auch im Wasser. Inbesondere bei der Jagd entfernen sie sich oft weit von ihren Schlafbänken und das regelmäßige zurückkehren und dann wieder zur Jagd aufbrechen ist energetisch ungünstig. Also schlafen sie im Wasser. Einige schlafen senkrecht im Wasser stehend, nur Nase und Augen schauen aus dem Wasser, andere lassen sich auf den Grund sinken. Damit sie nicht ertrinken, tauchen sie alle 5-10 Minuten wieder auf um Luft zu holen. Es wurde bewusst "einige" geschrieben, weil die konsultierten Internetquellen leider keine Auskunft darüber geben, ob das Schlafverhalten artspezifisch ist, oder die individuelle Entscheidung des einzelnen Tieres ist. Kegelrobben scheinen jedenfalls, sowohl an Land, also auch senkrecht im Wasser und auch auf dem Grund zu schlafen, was für eine individuelle Entscheidung zu sprechen scheint.

Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass bei Walen, Delfinen und einigen Robben immer nur eine Gehirnhälfte schläft, während die andere wach bleibt und die Schwimmbewegungen steuert. Im Falle einer Gefahr können die Tiere auf diese Weise auch sofort reagieren und müssen nicht, wie der Mensch, erst aufwachen.

Sonntag, 20. Januar 2008

Start

So, es ist soweit. Auch ich habe nun meinen eigenen Blog und kann die Welt mit mehr oder minder wichtigen Dingen versorgen. Geplant ist dieser Blog als News- und Informationsplattform zu meinen Internetprojekten http://www.biologie-wissen.info und http://www.pommerencke.info.

Hier sollen in Zukunft Tipps und Informationen zum Studium der Biologie, der Geschichte und der Pädagogik veröffentlicht werden. Bisher liegt bei meinen Projekten der Schwerpunkt zwar auf der Biologie, aber die anderen Gebiete sollen in Zukunft ebenfalls bearbeitet werden.